Kirchen, Koggen und Kontore - ein Rundgang durch die Hamburger Innenstadt

Als „Freie und Abrissstadt Hamburg“ hat Alfred Lichtwark die Hansestadt schon im Jahre 1912 bezeichnet, und das nicht ohne Grund. Hamburgs moderne City ist durch die Zerstörungen im 2. Weltkrieg geprägt; dennoch finden sich hier natürlich auch heute noch Spuren der jahrhundertelangen Geschichte. Auf unserem Rundgang durch die Innenstadt besuchen wir zwei der fünf historischen Hamburger Hauptkirchen, die Jacobikirche und die Petrikirche. Petri de Riken, spottete der Volksmund über die Bewohner des ältesten der Hamburger Kirchspiele (und weiter ging es: Nicolai desgliken, Katharinen de Sturen, Jacobi de Buren..).

Wir besuchen das in den 1920er Jahren entstandene Kontorhausviertel mit Chilehaus, Meßberghof / Ballinhaus und Sprinkenhof und staunen über Backstein-Fassaden und üppig-dekorative Treppenhäuser. Ebenso staunen wir darüber, wie Hamburgs „Keimzelle“ heute aussieht, der Ort, an dem früher einmal Hammaburg und Dom standen: bis vor kurzem ein Parkplatz, jetzt eine klobig möblierte Grünfläche von zweifelhaftem Reiz. Wenigstens aber ist dieser Ort  nicht mit einem seelenlosen Stahl-Glas-Beton-Klotz vollgestellt. Nicht viel hat gefehlt, und solch ein Traum ausgeflippter Architekten wäre wie ein Ufo in Hamburgs Innenstadt niedergegangen. So kann man wenigstens für die Zukunft hoffen. 

Weiter flanieren wir über den Jungfernstieg und den Rathausmarkt, Hamburgs gute Stube. Am Börsengebäude vorbei gelangen wir schließlich zum Nikolaifleet, wo sich einst Hamburgs mittelalterlicher Hafen befand. Hier gibt es heute zwar keinen Hafen mehr, dafür aber Kontorhausbauten aus der Kaiserzeit.

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