Elbspaziergang von den Deichtorhallen  bis zum Stintfang an den Landungsbrücken

Wir starten unseren Rundgang an den Deichtorhallen, dem früheren Blumengroßmarkt. Unser Weg führt uns an Kontorhäusern der 1920er Jahre und der Kaiserzeit entlang, auf der anderen Seite des Zollkanals begleiten uns die Backsteinbauten der Speicherstadt. Die Katharinenkirche liegt ebenso auf unserem Weg wie die Reimerstwiete und die Deichstraße, in der wir uns anschauen, wie Hamburg früher einmal ausgesehen hat.

Mehrere sehr eindrucksvolle Kontorhäuser liegen anschließend neuespgstella auf unserem Weg. Am markantesten, allen Hochbahn-Fahrern wohlbekannt: das Stella-Haus, 1922-24 zeitgleich mit dem Chilehaus entstanden. In einem amerikanischen Art-Déco-Stil, wie er unterschiedlicher zum Backstein-Heimatstil des Chilehauses kaum sein könnte. Im Souterrain des Stella-Hauses befand sich bis vor wenigen Jahren eine Gaststätte, die den Hintergrund abgeben soll für den Ohnsorg-Klassiker "Mien Mann, de fohrt to See".

Ebenso bemerkenswert ist das Slomann-Haus am U-Bahnhof Baumwall, die Firmenzentrale der Slomann-Reederei. Der Eingang B mit seiner zackig-expressionistischen Mahagoni-Wandverkleidung ist einmal als "Hamburgs schönstes Treppenhaus" ausgezeichnet worden. Ebenso beachtenswert: in diesem Aufgang gibt es noch einen der wenigen betriebsbereiten Paternoster, die noch öffentlich zugänglich sind.

Weiter auf unserem Rundgang: An der Überseebrücke werfen wir einen Blick auf die Cap San Diego und anschließend auf die Rickmer Rickmers - Museumsschiffe, um die sich zwei Vereine mit großem Einsatz kümmern. Besichtigen können wir sie im Rahmen dieses Stadtspaziergangs nicht - das würde zu lange dauern. Aber lohnen würde das schon. Man staunt, wieviel Technik zum Beispiel die Cap San Diego im Bauch hat.

Durch das Portugiesenviertel, in dem kleine Läden mit maritim-nostalgischen Kuriositäten den Charme früherer Hafenatmosphäre in die heutige Zeit hinübergerettet haben, gelangen wir zur Straße Hafentor (der Name geht auf eines der früheren Stadttore zurück) und erklimmen schließlich den Geesthang, hier Stintfang genannt. Von der ehemaligen Bastion Albertus (dort ist heute die Jugendherberge) genießen wir den Ausblick auf den Hafen: die Landungsbrücken, das Eingangsgebäude zum Alten Elbtunnel und auf der Südseite der Elbe die Docks von Blohm + Voss. Stadteinwärts kann man die Kirchturmspitzen aller fünf Hamburger Hauptkirchen sehen, in Richtung Westen präsentieren sich die Hafenkrone und natürlich Altona.

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